Archiv für März 2020

Die allgemein bekannte derzeitige Ausnahmesituation tangiert auch die Planungen der diesjährigen KSR-Veranstaltungsreihe in der ACC Galerie Weimar. Wir sind derzeit mit den ReferentInnen, der Galerie und der Rosa Luxemburg Stiftung Thüringen im Gespräch, um eine experimentelle Lösung zu finden – zumindest für die Veranstaltungen, die im April und Mai geplant sind. Die inhaltliche Auseinandersetzung soll nicht ausfallen – bitte achtet auf Ankündigungen.

Jakob Hayner ist Autor und Redakteur von „Kunst, Spektakel & Redaktion“. Kürzlich hat er bei Matthes & Seitz Berlin ein Buch unter dem Titel „Warum Theater“ veröffentlicht. Der Essay ist ein Versuch der kritischen Theorie des Theaters und knüpft insofern an die sechste Ausgabe von „Kunst, Spektakel & Revolution“ an.

Nach jahrelanger Verzögerung freuen wir uns nun, mitteilen zu können, dass die 7. Ausgabe der KSR-Broschur erschienen ist. Das Inhaltsverzeichnis und zwei Leseproben können hier eingesehen werden – Bestellungen nehmen wir über das Kontaktformular entgegen.

Kommunismus als Massenbewegung

in der Weimarer Republik

Vortrag von Ralf Hoffrogge
Do 16.04.2020 – ACC Galerie Weimar – 20:00 Uhr

Die KPD der Weimarer Republik war zeitweise die größte ausserhalb der Sowjetunion. Obwohl sie ihren Anspruch, die Sozialdemokratie zu überflügeln, nie einlösen konnte, zählten ihre Mitglieder nach Hundertausenden und Millionen Wähler kreuzten bei Wahlen KPD an. Dies war nur möglich durch eine tiefe Verankerung in proletarischen Milieus, durch Vorfeldvereinigungen die von Sport- und Gesangsvereinen bis hin zu Radio- oder Schriftstellerbünden reichten. Doch linksradikale Abenteuer wie der gescheiterte Putsch der Märzaktion 1921 oder der „Hamburger Aufstand“ von 1923 kosteten die KPD schon früh Verankerung und Vertrauen, ab 1925 gab sie ihre Eigenständigkeit in einem Widersprüchlichen Prozess der Stalinisierung immer weiter auf. Sie blieb auch in der Endkrise der Weimarer Republik Massenpartei, konnte jedoch autoritär geführt, dogmatisch erstarrt und letztlich fremdbestimmt durch Moskauer Anweisungen keine Wege aufzeigen, die die Arbeiterbewegung aus der Weltwirtschaftskrise geführt und die faschistische Machtübernahme verhindert hätten.

Als Kurze Geschichte der KPD versucht dieser Vortrag, die Erfolgs- und Aufstiegsbedingungen, aber auch das Scheitern der KPD an ihren eigenen Ansprüchen deutlich zu machen.

Ralf Hoffrogge ist Historiker und Mit-Herausgeber des Sammelbandes „Weimar Communism as Mass Movement“, London 2017. (Gemeinsam mit Norman LaPorte)

Achtung: Aufgrund der Corona-Pandemie wird dieser Vortrag per Videostream stattfinden. Wir veröffentlichen den Link zum Stream etwa zwanzig Minuten vor Veranstaltungsbeginn an dieser Stelle, per Facebook, Telegram und auf der Homepage der ACC Galerie Weimar. Im Anschluss an den Vortrag werden Nachfragen an den Referenten möglich sein.

Revolutionsversuche

in Gesellschaft und Kunst: Anarchismus, Bauhaus, Dada

Vortrag von Michaela Ott
Do 07.05.2020 – ACC Galerie Weimar – 20:00 Uhr

Vorläufiger Ankündigungstext: Die Weimarer Republik ist aus der Novemberrevolution hervorgegangen. Aber die Novemberrevolution war eine unvollendete geblieben: Die Forderungen nach einer Sozialisierung wichtiger Industriezweige, nach einer umfassenden Selbstverwaltung der Produktion durch die Arbeiterinnen und Arbeiter oder nach der Entmachtung des alten Militarismus blieben unerfüllt. Dass die Novemberrevolution unvollendet blieb ist auch Vorbedingung für den Aufstieg der nationalsozialistischen Bewegung. Aber der Fortgang der Geschichte blieb auch in der Weimarer Republik umkämpft. In Gesellschaft und Kunst wurden Impulse aus der Novemberrevolution aufgegriffen und weiterentwickelt. Dies soll im Vortrag an drei Beispielen verhandelt werden: Anarchismus, Bauhaus, Dada. Innerhalb des Anarchismus wurden Gesellschaftsvorstellungen jenseits von Zwangskollektivierung und Vereinzelung entwickelt – dafür beispielgebend sollen hier die Ansätze Gustav Landauers skizziert werden. Im Bauhaus waren durchaus sozialistische Vorstellungen präsent, die eine Aufhebung der Klassengegensätze parallel zu einer Aufhebung des Gegensatzes von Industrie und Kunsthandwerk vorstellten. Und der Dadaismus richtete seinen Angriff gegen den verlogenen bürgerlichen Mief der Weimarer Republik, um den Gedanken umfassender Befreiung spürbar zu machen.

Michaela Ott ist Professorin für Ästhetische Theorien an der Hochschule für bildende Künste Hamburg.

HINWEIS: Der Vortrag wird als BigBlueButton-Konferenz stattfinden. Der Link zur Konferenz findet sich hier.

Die proletarische Revolution,

das Buch und der Malik Verlag

Vortrag von Steffen Hendel
Do 28.05.2020 – ACC Galerie Weimar – 20:00 Uhr

Entweder für seinen Schatz verlegerischer Anekdoten oder für hochpreisige Liebhaberstücke in ausgesuchten Antiquariaten ist der Malik Verlag den meisten heutzutage noch bekannt. In Berlin während des Ersten Weltkriegs entstanden und im Londoner Exil während des NS aufgelöst, wollten die Gründer des Verlags – die Geschwister Wieland Herzfelde und John Heartfield im Bunde mit George Grosz – jedoch die Welt nicht mit bibliophilen Gegenständen bereichern, sondern mit einer Revolution ändern. Diese sollte proletarischer Art sein, politische und ökonomische Unfreiheit beseitigen, bürgerliche Gesellschaft und Patriotismus überwinden und sie sollte mit den Mitteln der Kunst und Literatur vorbereitet werden. Ein widersprüchliches Vorhaben, an dem sich der Malik Verlag fortwährend rieb und das ihm beachtenswerte verlegerische Einfälle bescherte. Der Erfolg war immens. Selbst das bürgerliche Publikum, das eher dem Goethe’schen Kunstideal „Der Dichter schwebet über den Parteien“ nachhing, konnte sich für die Grafikmappen von Grosz, die Buchcover von Heartfield und die von Herzfelde aufgestellten Literaturprogramme erwärmen. Sie machten Malik zum erfolgreichsten linken Verlag der Weimarer Republik.

Steffen Hendel, Mitarbeiter im Germanistischen Institut der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, zeichnet das politische Vorhaben des Malik Verlags an dessen literarischen Programm und an den gestalterischen Innovationen nach.

HINWEIS: Der Vortrag wird als Online-Konferenz stattfinden. Der Link zur Online-Konferenz findet sich hier.

Geschichten vom Torpedokäfer

– Franz Jung

Vortrag von Andreas Hansen
Do 11.06.2020 – ACC Galerie Weimar – 20:00 Uhr

Franz Jung veröffentlichte 1912 seine ersten Texte als expressionistischer Autor in den Zeitschriften „Der Sturm“ und „Die Aktion“. Geriet dann in die dadaistischen Kreise um Wieland Herzfelde und betrat die Bühne der Weimarer Republik als Revolutionär, den die Ereignisse an alle möglichen Orte des Aufruhrs führten, u.a. zu den mitteldeutschen Märzkämpfen 1921. Er gehört zu den Mitbegründern der Kommunistischen Arbeiterpartei Deutschlands – KAPD – einer rätekommunistischen Abspaltung von der KPD. Während es seine beeindruckende Autobiographie mit dem Titel „Der Weg nach unten“ zu einiger Bekanntheit gebracht hat, sind seine Romane und sein Essay „Die Technik des Glücks“ (erschienen im Malik-Verlag, zu dessen Netzwerk Jung gehörte) heute kaum bekannt. Der Vortrag zeichnet Jung als Literaten und radikalen Linken nach.

Andreas Hansen ist Literaturwissenschaftler und arbeitet zur Avantgarde und zur proletarisch-revolutionären Literatur des 20. Jahrhunderts. Von 1997 bis 1999 war er Redakteur der Zeitschriften Sklaven, Sklaven-Aufstand und Die letzten Sklaven; von 1999 bis 2007 Redakteur des Nachfolgeblatts Gegner; seit 2008 Redakteur der Zeitschrift floppy myriapoda. Seit 2016 ist er Mitherausgeber der Zeitschrift P(I)RART.

Revolutionäre Theorie am Nullpunkt

– gibt es eine Linie Korsch-Bordiga?

Wochenendworkshop mit Felix Klopotek
Sa 13.06. / So 14.06.2020 – Weimar

Karl Korsch (1886-1961) und Amadeo Bordiga (1889-1970) gelten mit ihrer frühen Kritik an der Degeneration der Kommunistischen Internationale und der aufgezwungenen Bolschewisierung aller ihrer Sektionen als unbedingte Vertreter einer internationalistischen, sich nicht der Hegemonie Moskaus unterwerfenden Kommunismus. Das Bündnis zwischen ihren Fraktionen in Italien und Deutschland konnte nach 1926 aber nicht vertieft werden, jede weitere Diskussion wurde durch die hereinbrechende Gewalt von Stalinismus und Faschismus unterdrückt. Korsch und insbesondere Bordiga wurden vom „offiziellen“ Kommunismus zu Unpersonen erklärt.

Untergründig wirkten ihre Thesen und ihr Denkstil fort – so wurde Korsch von Brecht zu seinem „marxistischen Lehrer“ erkoren und Bordiga später einer der (wiederum nie anerkannten) Stichwortgeber des Operaismus. Nach dem zweiten Weltkrieg zogen die verfemten Revolutionäre Bilanz: Am 4. September 1950 skizzierte Karl Korsch während einer Diskussion in Zürich „Zehn Thesen über Marxismus heute“. Die später berühmt gewordenen Thesen kann man als kommunistischen Revisionismus des Marxismus verstehen: Dem Marxismus wird das Privileg, die angemessene Theorie revolutionärer Arbeiterbewegungen zu sein, bestritten. Fast auf den Tag genau zwei Jahre später stellte Amadeo Bordiga auf einer Versammlung der Internationalistischen Kommunistischen Partei in Mailand Thesen zur „historischen ‚Invarianz‘ des Marxismus“ vor. Man erkennt in diesem Text in jeder Zeile die Gegenposition zu Korsch, es ist, als hätte Bordiga direkt auf Korsch geantwortet. Denn Bordiga besteht auf der unbedingten Einheit von kommunistischer Praxis und marxistischer Theorie, jeden Revisionismus verteufelt er geradezu. Er konnte die Thesen von Korsch allerdings gar nicht kennen!

Der Ausgangspunkt von Korsch und Bordiga, so wird zu zeigen sein, war derselbe: der Kampf gegen die bolschewistische Verballhornung der revolutionären Arbeiterbewegung und ihrer Theorie. Doch wie kamen sie dann nach 1945 zu so konträren Positionen? Korschs und Bordigas Thesen im Zusammenhang zu diskutieren, ist mehr als nur ein Akt der historischen Philologie. Beide wussten, dass sie sich am Nullpunkt revolutionärer Theorie befanden. Sie stellten sich frei von taktischen Erwägungen der Frage, ob und in welchem Umfang eine revolutionäre Praxis theoriegeleitet zu sein hat. Darin liegt das Unabgegoltene ihrer Thesen: Sie ist bis heute die Zentralfrage des Marxismus geblieben.

Um sich ihr zu nähern, wird ein Rückgriff auf Brechts „korschistischen“ Marxismus nötig sein – und auch ein Blick auf Marx selbst.

Felix Klopotek lebt und arbeitet in Köln. Aktuell hat er seine für die „theorie.org“-Reihe angekündigte Einführung in Geschichte und Theorie des Rätekommunismus abgeschlossen, sie erscheint im Herbst.

Wir bitten um eine Anmeldung per Email: biko[at]arranca.de Die Zahl der TeilnehmerInnen ist auf 15 Personen beschränkt, sollten sich mehr Leute anmelden, wird es eine quotierte Vergabe geben. Informationen über den Veranstaltungsort und einen Reader erhaltet ihr nach Anmeldung. Die Lektüre des Readers ist Voraussetzung zur Teilnahme am Workshop.

Esoterisch im Ausdruck,

radikal im Gedanken – Else Lasker-Schüler

Vortrag von Julia Ingold
Do 25.06.2020 – ACC Galerie Weimar – 20:00 Uhr

Die eindrücklichsten Äußerungen radikaler Kunst stecken häufig nicht in Inhalten, sondern in der Existenz der Werke überhaupt. Allein der praktische Lebensentwurf der alleinerziehenden jüdischen Frau und freien Künstlerin Else Lasker-Schüler (1869-1945) ist in seiner Konsequenz und Kompromisslosigkeit von beeindruckender Radikalität. Dagegen verblassen explizit ausgesprochene Botschaften. Lasker-Schüler äußert sich in einem ihrer Texte kulturpolitisch. Das Manifest Ich räume auf! Meine Anklage gegen meine Verleger zeugt von der prekären Existenz freier Künstler*innen in der Weimarer Republik. Hellsichtig führt Lasker-Schüler das Problem darauf zurück, dass in einer zweckorientierten, kapitalistischen Gesellschaft nur überlebt, wer eine gefragte Ware feilbieten kann. Doch eigentlich ist all das nur ein Vorwand der Dichterin, Graphikerin und Performance-Künstlerin die eigene Position und die eigene subalterne Stimme im literarischen Feld zu sichern. Lasker-Schülers Politik liegt nicht so sehr in der Bedeutung ihrer Worte, sondern vielmehr darin welche Worte und Motive sie überhaupt wählt und kombiniert. Sie hat eine große Schwäche für alles Geringgeschätzte und nichts als spöttische Ironie für das Erhabene übrig. So stellt ihre Kunst radikal Machtverhältnisse und Diskurshoheiten in Frage – indem sie deren Sturz praktisch mit ihrem eigenen Material vorführt.

Julia Ingold ist Literaturwissenschaftlerin und Kunsthistorikerin. Sie arbeitet am Lehrstuhl für Neuere deutsche Literaturwissenschaft und Literaturvermittlung der Otto-Friedrich-Universität Bamberg. Seit 2014 gibt sie zusammen mit Kolleg(inn)en CLOSURE – Kieler e-Journal für Comicforschung heraus.

Expressionist, Revolutionär, Netzwerker

– Franz Pfemfert

Vortrag von Marcel Bois
Do 09.07.2020 – ACC Galerie Weimar – 20:00 Uhr

Die von Franz Pfemfert herausgegebene Zeitschrift „Die Aktion“ entwickelte sich im wilhelminischen Kaiserreich zu einem wichtigen Forum des deutschsprachigen Expressionismus. Später wurde sie dann ein wichtiges Debattenorgan für all jene, die in der Weimarer Republik links von der SPD standen. Pfemfert war ein geschickter Netzwerker, dem es immer wieder gelang, fruchtbare Debatten über die Fragmentierungen der radikalen Linken hinweg zu ermöglichen. Zugleich war er nie versöhnlerisch, sondern bezog innerhalb linkskommunistischer Zusammenhänge Position – was durchaus zu schweren persönlichen Zerwürfnissen führte. Sein Leben und Werk ist heute jenseits von Fachkreisen kaum noch bekannt. Der Vortrag soll dem Abhilfe schaffen.

Marcel Bois ist Historiker in Hamburg und Autor von „Kommunisten gegen Hitler und Stalin“.

Ein Leben mit und gegen Kommunisten

– Ruth Fischer und ihre Zeit

Vortrag von Mario Keßler
Do 23.07.2020 – ACC Galerie Weimar – 20:00 Uhr

Ruth Fischer (1895-1961) gehörte einst zu den prominentesten Frauen Deutschlands und Europas. Unmittelbar nach dem Ersten Weltkrieg war sie Mitbegründerin der Kommunistischen Partei Österreichs, wurde berühmt als Führerin der KPD und war nach 1945 eine Hauptfigur des antikommunistischen Kreuzzuges in den USA, wo sie auch ihre beiden Brüder Hanns (1898-1962) und Gerhart Eisler (1897-1968) belastete. Am Ende ihres Lebens aber hoffte sie, dass die Sowjetunion zu einer demokratischeren Variante des Kommunismus finden werde.

Prof. Dr. Mario Keßler ist Historiker und Mitglied am Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung, Potsdam.

Lu Märten

— ›Die Künstlerin‹ (1919)

Lesung und Vortrag von Alexandra Ivanova und Anne Hoffmann
Do 06.08.2020 – ACC Galerie Weimar – 20:00 Uhr

Lu Märten (1879-1970) entwickelte eine historisch-materialistische ästhetische Theorie, war neben ihrer theoretischen Arbeit journalistisch, dramatisch und lyrisch tätig. Zwischen 1906 und 1987 wurden ihre (frauenrechtlichen) sozial- und kulturkritischen Texte für Organe und Medien der Frauen- und Arbeiterbewegung veröffentlicht, in der sie sich politisch wie theoretisch engagierte. Sie trat während des Kaiserreichs 1903 der SPD und während der Weimarer Republik 1920 der KPD bei. Zum einen formulierte sie den Anspruch der gewerkschaftlichen Organisierung von KünstlerInnen, zum anderen entwickelte sie eine radikale Produktionsästhetik, die eine gegenseitige Aufhebung von industrieller und künstlerischer Produktion vorsah. Dafür stellte sie auch das Geschlechterverhältnis und den ArbeiterInnenalltag ins Zentrum ihrer Analyse. Lu Märtens Denken beeinflusste damit u.a. die tschechische Poetismus-Avantgarde-Bewegung, das Bauhaus und die marxistische Theoriebildung, da sie als Erste die historisch-materialistische Methode des Marxismus auf den Kultur- und Kunstbereich anwandte.

Im Zentrum des Vortrages steht ihr Text ›Die Künstlerin‹, welcher 1919 erstmals veröffentlicht wurde. ›Die Künstlerin‹ umfasst eine geschlechtsspezifische Betrachtung der Kunstproduktion, Arbeitsteilung, Maschinenarbeit und deren Zusammenhänge. Daraus entwickelt sie ihre Forderung, dass Frauen sich als Subjekte ästhetischer Prozesse begreifen. Am Vortrags-Abend widmen sich Alexandra Ivanova und Anne Hofmann experimentierend den ästhetisch-theoretischen Konzepten sowie der literarischen Arbeit Lu Märtens.

Alexandra Ivanova ist Soziologin und Autorin, u.a. für die Zeitschrift outside the box – Zeitschrift für feministische Gesellschaftskritik Leipzig. Anne Hofmann ist Bildende Künstlerin, Redakteurin, Autorin und Gestalterin der Zeitschrift outside the box – Zeitschrift für feministische Gesellschaftskritik Leipzig.