Spendenaufruf KSR#5

Spenden-Aufruf zur fünften Ausgabe von »Kunst, Spektakel und Revolution«

Liebe FreundInnen und Bekannte,
liebe LeserInnen der Publikations-Reihe Kunst, Spektakel & Revolution,

wir haben uns erlaubt, uns an Sie bzw. an euch zu wenden, mit der Bitte, dem Bildungskollektiv Geldspenden zukommen zu lassen, damit wir den Druck der fünften Ausgabe unserer Publikationsreihe »Kunst, Spektakel und Revolution« finanzieren können. Der Spendenaufruf hat folgenden Hintergrund:

Seit 2009 ist die Veranstaltungsreihe »Kunst, Spektakel und Revolution« ein fester Bestandteil des Veranstaltungs-Programms des Bildungskollektivs. In fünf Veranstaltungsblöcken und zahlreichen einzelnen Workshops, Vorträgen und Lesungen haben wir uns im Rahmen dieser Reihe mit dem Verhältnis von Ästhetik und Gesellschaftskritik, sowie der Beziehung zwischen Kunst, Kulturindustrie und Revolution auseinandergesetzt. Parallel dazu haben wir unter dem selben Titel bereits vier Magazine herausgegeben, in denen die damit verbundenen Diskussionen dokumentiert wurden.

Bereits seit einiger Zeit sind wir mit der Redaktions-Arbeit an der fünften Ausgabe des KSR-Magazins beschäftigt. Die Arbeit am Layout dieser Ausgabe ist bereits nahezu abgeschlossen. Leider ist diesmal die Finanzierung des Drucks nach wie vor offen. Nachdem wir bereits eine Förderungs-Zusage erhalten hatten, ist uns die Finanzierung vollständig weggebrochen. Als kleiner Verein sind wir immer auf Spenden angewiesen sind, um unsere Bildungsarbeit machen zu können. Da es immer schwierig ist, an offizielle Förder-Mittel heranzukommen, ohne sich inhaltlich verbiegen zu müssen, wollen wir euch bitten, euch zu überlegen, dem Bildungskollektiv eine Spende zukommen zu lassen. Dabei sind Beträge in jeder Höhe willkommen.

Damit ihr einen Eindruck bekommt, worum es in der fünften Ausgabe gehen wird, erhaltet ihr untenstehend den Einleitungs-Text zu dieser Ausgabe und das Inhaltsverzeichnis. Untenstehend ist außerdem ein Verzeichnis der bisherigen KSR-Publikationen zu finden.

Ab einem Mindest-Spendenbetrag von 10 € erhaltet ihr ein Exemplar der fünften KSR-Ausgabe kostenlos zugschickt, sobald die Hefte aus dem Druck gekommen sind. Bitte schreibt uns dann eine Email mit einem Hinweis auf eure Spende und eurer Postanschrift (biko[at]arranca.de).

Die Konto-Verbindung des Bildungskollektivs erhaltet ihr, wenn ihr uns über das Kontaktformular kontaktiert. Bitte gebt folgenden Überweisungsbetreff an: „Spende KSR Broschur 5“. Da das Bildungskollektiv ein gemeinnütziger Verein ist, können Spenden an das BiKo von der Steuer abgesetzt werden. Eine Spendenquittung erhaltet ihr auf Nachfrage.

Wir bedanken uns schon jetzt,
solidarische Grüße – Bildungskollektivs BiKo e.V.

Editorial zur fünften Ausgabe von »Kunst, Spektakel & Revolution«

Ihr haltet die fünfte Ausgabe der Broschüren-Reihe Kunst, Spektakel & Revolution in den Händen. Während die bisherigen Ausgaben inhaltlich an die Themen-Blöcke der gleichnamigen Veranstaltungsreihe in Weimar gebunden waren, sind die Beiträge dieser Nummer unabhängig von den Weimarer Veranstaltungen entstanden. Für KSR#5 hat sich eine dreiköpfige Redaktionsgruppe gebildet, die 11 Texte von verschiedenen AutorInnen aus verschiedenen Städten (Berlin, Weimar, Würzburg, Freiburg, Hamburg, Halle und Kopenhagen) zusammengesammelt hat. Dabei sind diese Texte durchaus ebenfalls im Zusammenhang mit verschiedenen Veranstaltungen und dort geführten Diskussionen entstanden. Wer die Veranstaltungsreihe »Nackte Gewalt – Die Übermacht der Verhältnisse und die Sprachlosigkeit der Kritik« (nacktegewalt.blogsport.de) oder die Konferenz »Kritische Theorie – Eine Erinnerung an die Zukunft« (kritischetheorie.org), die beide 2013 in Berlin stattgefunden haben, mitverfolgt hat, wird einzelne Beiträge oder Themen wiedererkennen. Die Broschüre ist gegenüber diesen Veranstaltungen dennoch eine eigenständige Publikation. Sie bildet die genannten Veranstaltungen nicht ab und enthält weitere Texte, die in anderen Zusammenhängen und durch andere Impulse entstanden sind. Der Redaktionsgruppe war es wichtig, die Fäden längerfristig geführter Diskussionen in den eigenen Zusammenhängen aufzugreifen und durch die so angeregte Textproduktion eine gewisse Kontinuität zu erreichen und verschiedene Resultate öffentlich zu machen.

Thematisch lassen sich in dieser Ausgabe drei Schwerpunkte ausmachen: Es geht einerseits zentral um eine Reflexion auf die Gewalttätigkeit der Verhältnisse, in denen wir heute gezwungen sind zu leben und es geht andererseits um den gegenwärtigen Zustand der kritischen Theorie und um den Versuch, das Projekt der kritischen Theorie eigenständig fortzuführen. Nur zwei Texte, in denen es in einem Fall um den Begriff der Kulturindustrie und im anderen Fall um einen historischen Versuch einer immanenten Kritik der Kunst geht, greifen das Themenspektrum der bisherigen KSR-Ausgaben am ehesten auf. Darin wird deutlich, dass diese Ausgabe sich von den bisherigen unterscheidet. Der kunstgeschichtliche Rahmen – der zwar vorher schon nicht streng festgelegt, aber doch thematisch bestimmend war – wurde weitestgehend verlassen. Der Titel Kunst, Spektakel und Revolution ist insofern immer noch zutreffend, dass es um Kultur im weitesten Sinne, um eine Kritik der spektakulären Warengesellschaft und um einige revolutionstheoretische Überlegungen geht. Die Beiträge verbindet der Wille zur Erarbeitung einer umfassenden Kritik der Gegenwart und das Bewusstsein, dass man sich dabei kaum auf gegenwärtig vorhandene Theorieströmungen stützen kann, sondern sich auf das eigene selbsttätige Denken verlassen muss. Dass dabei auch recht unterschiedliche Positionen zusammen kommen, ist durch die andere Notwendigkeit gerechtfertigt, dass man seinem eigenen Denken stets auch misstrauen muss – insbesondere wenn man an der um sich greifenden Vereinzelung und Unverbindlichkeit immer mal wieder irre zu werden droht. Wir denken, dass die Zusammenstellung andererseits von selber zeigt, dass hier AutorInnen zusammengebracht wurden, die einiges gemeinsam haben. Dies ist eine Basis dafür, weiter zu machen – im Streit miteinander (im doppelten Sinne).

Wir danken den AutorInnen und den KünstlerInnen, die die Collagen zu dieser Ausgabe beigetragen haben.

Die nächste Ausgabe von Kunst, Spektakel und Revolution wird sich wieder am letzten Block der Veranstaltungsreihe orientieren und widmet sich dem Thema „Dunkelheit und Schwarz in der Kultur“. Infos über die Veranstaltungs- und Publikationstätigkeit findet ihr unter: spektakel.blogsport.de

Inhaltsverzeichnis

    1. Jörg Finkenberger – Die Ordnung herrscht in Berlin – Die Ermordung Rosa Luxemburgs

    2. Olga Montseny – Polizei und Ausnahmezustand

    3. Arne Kellermann – ad Neoliberalismus

    4. Susann Ofenmüller – Dem Schmerz ein Menschenopfer – Die Gewalt im Begriff der Postmoderne

    5. Roger Behrens – Zur Kritik der Gewalt (Fragmente)

    6. David Ricard – Idyllium (Idyllium des Dorfes / Idyllium der Stadt)

    7. Julian Kuppe – Ohnmacht und Inszenierung

    8. L&M – Wer nicht wütend ist, kann nicht denken – Thesen zum Vorrang der Praxis

    9. Jakob Hayner – Thesen zur Kulturindustrie – Was ist eigentlich Kulturindustrie? Thesen über Missverständnisse

    10. Mikkel Bolt-Rassmussen – Acting in Culture While being against all Culture – Die Situationisten und die Ausstellung »Destruction of RSG-6«

Bisher im Rahmen von KSR erschienen

KSR#1 – Thema: Avantgarden und Ästhetik des 20. Jahrhunderts
KSR#2 – Thema: Vor der Avantgarde / Nach der Avantgarde
KSR#3 – Thema: Die fünf menschlichen Sinne
KSR#4 – Thema: Poesie und Revolution im 19. Jahrhundert

Die Ausgaben KSR#1 und KSR#2 sind leider vergriffen – ihr Inhalt steht vollständig auf dem Blog zur Reihe (spektakel.blogsport.de) zur Verfügung. KSR#3 und KSR#4 können nach wie vor unter biko@arranca.de bestellt werden. Lese-Proben finden sich unter: http://spektakel.blogsport.de/broschur/

Die KSR-Broschüren erscheinen im Katzenberg-Verlag: www.katzenberg-verlag.de