Brimboria – Aufforderung zur Kritik

In Leipzig hat sich im letzten Jahr ein „unbegrenztes Großprojekt zur Erforschung, Förderung und Verbreitung subversiver Protestformen“ gegründet – das „Brimboria Institut“, welches mit einem Webblog (www.brimboria.net) in die Öffentlichkeit getreten ist und neben verschiedenen inhaltlichen Veranstaltungen in wenigen Tagen einen Kongress zur subversiven Strategie des Fake ausrichten wird. Aufgrund „ihrer Funktion als Schnittstelle zwischen Kunst und Politik“ interessiert sich das Institut nach eigenen Angaben besonders für eine „künstlerisch-subversive Methodik“. Wie eine solche Methodik aussehen soll und wie das Verhältnis zwischen Kunst, Politik und Theorie zu begreifen wäre, haben wir Max vom Brimboria Institut gefragt.
 
Wie kam es zu der Idee das Brimboria Institut zu gründen und was erhofft ihr euch von einer solchen Organisation? Wie begreift ihr dabei eure eigene Rolle und wen wollt ihr mit euren Aktivitäten erreichen?
 
Bisher haben wir an verschiedenen Projekten innerhalb politischer und/oder kultureller Bildung gearbeitet. Die Idee dieses Zusammenschlusses diente also zunächst für uns als Sammelbecken von Ideen und Erfahrungen aus diesen Projekten – was erstmal wie eine übliche Selbsthilfegruppe, zusammengewürfelt aus verschiedenen FreiberuflerInnen, klingen mag. Tatsächlich sollte aber aus dieser Praxiserfahrung, unseren eigenen Aktivitäten und Erfahrungen in der subversiven Kunstszene und der Rezeption von Kritischer Theorie etwas Neues entstehen. Dies mündete Mitte 2009 in der Gründung des Brimboria Instituts.

Das Institut versteht sich als Plattform zur Sammlung und Diskussion von Methoden und Strategien zur Aktivierung von kritikfernen Zielgruppen. Gleichzeitig kann das Ziel des Brimboria Instituts angesichts der gegebenen Produktionsverhältnisse nur das sein, diese zu analysieren und Möglichkeiten von Kritik der selbigen zu untersuchen.

Eine dieser Möglichkeiten bietet der Einsatz von künstlerischen Mitteln, um politische Zielsetzungen zu verfolgen. Letztlich vertreten wir die These, dass mit Hilfe dieser Werkzeugwahl die Möglichkeit besteht, durch bestimmte Aktionen subversiv zu wirken.

Ihr schreibt, dass ihr die Theorie zur Praxis bringen wollt. Besteht aber nicht gerade in diesem Anspruch die Gefahr, dass Theorie zum Handlanger der Praxis wird und sich somit selbst die Beschränkungen der Handlungsmöglichkeiten im engen Rahmen der Realität auferlegt?
 
Umgekehrt. Unseres Erachtens muss sich die Praxis aus der Theorie bzw. einer kritischen Analyse des Gegebenen ableiten. Was wir damit meinen ist eigentlich nichts anderes, als die Aufforderung eigene Vorhaben zunächst einmal kritisch zu hinterfragen, bevor man diese in die Tat umsetzt. Diese Aufforderung richtet sich explizit gegen sturen Aktionismus, der nach wie vor einen Teil linker Gegenbewegungen ausmacht. Man nehme nur das Beispiel der Konsumkritik, angefangen von Bio Lifestyle besessenen Grünen Wählern bis zu den selbsternannten Aktivisten, die Farbbomben gegen vermeintliche „Bonzen“häuser werfen. Das alles ist nicht nur gefährlich verkürzte Systemkritik und zeigt einen mangelnden Begriff vom Kapital, es ist in erster Linie reine Zeitverschwendung. Das muss nicht sein.

Wenn Theorie tatsächlich als Handlanger der Praxis dient, so verliert sie ihren Anspruch gegenüber einer objektiven Wahrheit und führt zu nichts weiter als reinem Positivismus.

Ähnlich schwierig stellt sich meines Erachtens das Zusammenbringen von künstlerischer und politischer Praxis dar, welches ihr als Schnittstelle zwischen Kunst und Politik, sicher nicht ohne Grund, spannend findet. Auch wenn reine Kunst immer dazu tendiert über die gesellschaftliche Realität und über ihren eigenen Charakter hinweg zu täuschen – besteht der Reiz mancher Kunstwerke nicht darin, dass sie eine Distanz zur Alltags- und politischen Praxis aufweisen und damit eine Ahnung verhinderter Möglichkeiten aufblitzen lassen können?

Daraus besteht der affirmative Charakter der Kultur, da geh ich mit. Allerdings liegt diesem der bürgerliche Kunstbegriff bzw. die Festlegung der Autonomie der Kunst zu Grunde, die es aus einer gesellschaftskritischen Sicht doch eigentlich aufzuheben gilt.
Gehen wir also mal von zwei Akteuren innerhalb von subversiver Kunst aus, nämlich von KünstlerInnen und RezipientInnen. Die künstlerische Intention ist die Intervention innerhalb gegebener Verhältnisse, die Erschaffung einer neuen Situation. Das funktioniert z.B. anders als affirmative Kunst innerhalb ihrer bürgerlichen Autonomie, welche immer klar das Kunstlabel auf sich trägt. Die RezipientInnen erkennen subversive Kunst nicht unbedingt als Kunst, sie Erkennen eine Situation.

Die Erschaffung einer Situation ist natürlich nicht gleichbedeutend mit der Abschaffung des Kapitalismus, diese Zielsetzung wäre sehr naiv. Eine Situation agiert im System, bzw. aus dem System heraus und ist außerdem zeitlich beschränkt. Doch auch wenn die Anzahl der RezipientInnen damit beschränkt ist, so bietet diese doch wenigstens die Möglichkeit, ihre subjektive Wahrnehmung der gegebenen Verhältnisse zu einer Reflexion über die Selbigen als kritische Bestandsaufnahme hinzulenken. In diesem Falle ist Kunst das Werkzeug für politische Praxis.

Als die Avantgarden eine Rückführung der Kunst in den Alltag forderten, war dies revolutionär, da sich Kunst vom Alltag entfernt hatte. Inzwischen haben sich Kunst und Alltag einander angenähert, die Menschen sind längst an die Kunst gewöhnt, man könnte von einer Durchästhetisierung aller Lebensbereiche sprechen. Wie ist eures Erachtens unter solchen Verhältnissen noch ein Eingreifen mit künstlerischen Mitteln möglich? Auf eurem Blog schlagt ihr Methoden vor, die aus der Street-Art kommen: Laser Tagging und Throwies.1 Wie lassen sich solche Methoden anwenden ohne lediglich „Ästhetisierung der Politik“ (W. Benjamin) oder ein weiterer Farbklecks im Alltag zu sein?

Zunächst eine kleine Richtigstellung: Die Forderung der historischen Avantgarde war die Aufhebung der Autonomie der Kunst in Lebenspraxis. Sie haben diese autonome Stellung der Kunst vorgefunden – als ein Ergebnis des bürgerlichen Zeitalters, welches die sakrale und höfische Funktion der Kunst abgelöst hat. Das eigentlich relevante an dieser Forderung war, dass Kunst davor und zu der Zeit eben nicht im Alltag angekommen war, sondern immer eine Sonderstellung inne hatte. Man könnte behaupten, die Avantgarde wäre an dieser Forderung gescheitert, was ich aus mehreren Gründen ablehne, die Diskussion hier aber wohl zu weit vom Thema wegführen würde.

Der These der Durchästhetisiertung aller Lebensbereiche setze ich die Analyse der Kulturindustrie entgegen. Das bürgerliche Leben erscheint tatsächlich unter anderem als eine Ansammlung von Kulturwaren, deren scheinbare Aneignung das Individuelle, den ganz persönlichen Geschmack eines Menschen innerhalb dieser Gesellschaft darstellt (naja, in diesen Breitengraden zumindest). Somit ist es tatsächlich eine Ästhetisierung des Alltags. Worauf es meines Erachtens ankommt ist dessen Funktionsweise und hierbei ist Adornos Unterscheidung von Massenkultur und Kulturindustrie notwendig. Die erste Bezeichnung ist bezogen auf den Gegenstand falsch, da dieser eine aktive Beteiligung der Massen impliziert. Die Ästhetisierung des Alltags erfolgt mittels der Kulturindustrie.

Fluch und Segen der subversiven Kunst ist ihre zeitliche Beschränkung – in diesem Falle ist es zunächst ihre Unterscheidung von kulturindustriellen Waren. Eine Intervention verliert auch ihre ästhetische Wirkung sobald sie keine Intervention mehr ist. Dieser Vergleich lässt sich meines Erachtens auch auf die Problematik der Ästhetisierung der Politik übertragen, denn auch hier hat Kunst die Funktion der Verschleierung, von Propaganda. Die Funktion von subversiver Kunst ist dagegen die Aufforderung zur Kritik.

Um also zu den oben genannten Beispielen zurückzukommen: Throwies etc. sind reine Werkzeuge. An sich sind sie genau so subversiv, wie ein Graffiti auf der Wand von einem Jugendzentrum. Worauf es meines Erachtens ankommt ist die Intention während der Nutzung von diesen Werkzeugen. Diese kann tatsächlich auch einem reaktionären Zweck dienen, allerdings darf der Kunst dafür nicht allgemein die Schuld gegeben werden.

Bedeutet das, dass die Form einer Kunstobjektivation, bzw. -aktion letztendlich vor ihrem Inhalt zurücksteht?

Teils, teils. Als die ersten Tags in New York auftauchten, hatten diese natürlich ein hohes kritisches Potenzial – Eigentumsverhältnisse im urbanen Raum wurden unaufgefordert in Frage gestellt. Heute verwendet selbst die Junge Union Graffiti, um jugendaffiner daherzukommen. Genauso alt ist die Debatte um die Vereinnahmung von Street Art durch Werbeagenturen. Spätestens hier muss man darauf hinweisen, dass tatsächlich durch die wiederholbare Verwertung von subversiven Kunstformen es schon beinahe eine notwendige Folge ist, wenn die Form dominiert und der Inhalt letztlich beliebig ist.
Pessimistisch müsste man wohl daher den Schluss ziehen, jede subversive Kunstform sei letztendlich nichts weiter als eine ehrenamtliche Vorarbeit für superinnovative Kommunikationskonzepte von Werbeagenturen.
Klar, das mag gern stimmen, doch würden wir hierbei nochmals gern auf das Verhältnis von Zweck und Mittel hinweisen. Subversive Kunstformen erweitern tatsächlich die Ansammlung von Kommunikationswerkzeugen oder -kanälen innerhalb dieser Gesellschaft, die entscheidende Frage ist doch aber, wie und wofür diese angewendet werden! Die Intention eines Kunstwerks ist schließlich analysierbar und damit auch kritisierbar.

Eine wichtige Praxis scheint bei euch der „Fake“ zu sein. Was bedeutet Fake und wieso ist Fake als künstlerische oder politische Praxis möglich?

Fake kann zweierlei sein. Ein Fake kann sich zum einen durch einen mimetischen Nachahmungseffekt auszeichnen, ein Beispiel dafür ist die Appropriation Art bei der Künstler die Bilder anderer Künstler exakt nachzeichnen. Dabei kommen eher kunsttheoretische Fragen auf: Ist das nun nur Fälschung? Ist es wieder ein eigenes Original? Die andere Variante ist der Fake der innerhalb einer Situation, eines Kontext abläuft. Er hat einen Prozesscharakter und wirkt auch nur an dem ihm vorgesehenen Ort. Somit hat der Fake von seiner Natur her schon ein gespaltenes Verhältnis zu Museen und Ausstellungen.

Was für uns natürlich interessanter ist, ist der Fake als subversive Praxis. Hierbei geht es darum, ein künstlerisches Mittel einem politischen Zweck unterzuordnen. So geschieht es zum Beispiel bei den unzähligen Fake-Schreiben im Namen von zum Beispiel staatlichen Institutionen. Ein Beispiel aus den 1980ern, das wir immer wieder gern erzählen, ist die gefakte Einladung von arbeitslosen Jugendlichen aus Neukölln auf ein Gratisessen in einem der teuersten Restaurants Berlins im Namen des Berliner CDU Stadtverbandes. Dieser Einladung sind tatsächlich einige Leute gefolgt – als sie zur Rechnung geboten wurden, hielten sie dieses Schreiben vor. Daraufhin wurde die örtliche CDU kontaktiert, die sich lautstark über diese Aktion beschwert hat und letzten Endes öffentlich dementieren musste, sie würde arbeitslosen Jugendlichen teure Empfänge spendieren.
Natürlich liegt diesem Beispiel keine radikale Gesellschaftskritik inne, es veranschaulicht unserer Erachtens aber ganz gut den Wirkungsgrad, den man mit einfachen Mitteln erreichen kann, in dem bspw. eine große Institution von der Seite angenervt wird und sie zu einer öffentlichen Stellungnahme zwingt.
 
Wie schon oben besprochen, bedeutet die Anwendung eines solchen Mittels noch lange keine gesellschaftskritische Wirkung. In Anlehnung an Peter Bürger haben wir deshalb hinsichtlich der gesellschaftlichen Funktion von Fakes für uns zwei Kategorien herausgearbeitet: affirmative und subversive Fakes.
Beide Kategorien verwenden letztendlich Falschinformationen, die in verschiedene Kommunikationskanäle eingeschleust werden. Der Unterschied ist die Intention – als ein affirmativer Fake könnte man so zum Beispiel eine gefakte Pressemitteilung auffassen, die eigentlich nur als Werbung für ein bestimmtes Produkt dient. Hier ist die Intention also letztlich die Anhäufung von ökonomischem oder sozialem Kapital. Die Intention von subversiven Fakes ist eine radikal gesellschaftskritische.
Warum Fake überhaupt möglich ist…interessante Frage! Ist innerhalb einer Gesellschaft, die als ungeheure Ansammlung von Spektakeln erscheint, der Fake nicht die naheliegendste Wahl der Intervention?

Andersrum gefragt – verpufft diese Methode nicht in einer Gesellschaft, in der Form und Inhalt sowieso von einander getrennt sind? Um die Frage zu konkretisieren – ist nicht die Kulturindustrie selbst die größte Fake-Künstlerin? Ständig werden Symbole, Zeichen und Formen aus ihrem ursprünglichen Zusammenhang gelöst und in einen neuen Kontext gesetzt, der postmoderne Mensch ist doch zu einem Spiel mit den Zeichen geradezu gezwungen. Und gerade in der Kunst erweist sich doch ihre Selbstreferentialität und Wirkungslosigkeit in der ständigen Wiederholung von und Bezugnahme auf vergangene Objektivationen, etwa die Marcel Duchamps…

Auch hierbei würde ich zunächst auf den Zusammenhang zwischen Zweck und Mittel verweisen. Hierbei finde ich die Analogie etwas schwierig, der Kulturindustrie den Zweck des Fake zu unterstellen. Es ist meines Erachtens das Mittel, der Zweck ist die Akkumulation von Kapital. Das Mittel ist somit recht beliebig, solange es den Zweck erfüllt. Ich finde leider gerade nirgends ein Zitat von Adorno zu dem Thema, deswegen kann ich es nur sinngemäß wiedergeben: Um die kapitalistische Produktionsweise zu überwinden müssen notwendigerweise auch die Mittel der Kulturindustrie genutzt werden. Diesen Hinweis finde ich sehr hilfreich, denn um innerhalb gegebener Verhältnisse auch öffentlichkeitswirksam Kritik üben zu können, muss die Kommunikationsweise innerhalb der Gesellschaft untersucht werden. Hierbei könnte man wohl auch durchaus von Zweckentfremdung reden.

Was die Selbstreferentialität angeht, geh ich vollkommen mit. Radikale Gesellschaftskritik aus der Autonomie der Kunst bzw. aus dem Kunstbetrieb heraus ist eh schwierig – bei der Strategie des Fake vielleicht gar unmöglich. Das Vorgehen muss schon im Verborgenen bleiben, sobald Kunst drauf steht, verliert es die Wirkung. Wenn man das Ganze auch noch so aufzieht, dass der Kreis der RezipientInnen auch noch die Kenntnis über die Auseinandersetzung innerhalb der Kunsttheorie voraussetzt, fällt es sowieso schwer, noch irgendwo ein gesellschaftskritisches Potential zu finden. Letztlich ist es immer die Frage ob man vorhat, die Institution der Kunst innerhalb der Gesellschaft voran zu bringen, oder künstlerische Mittel innerhalb der Lebenspraxis einsetzt, um politische Zwecke zu verfolgen.

Auf eurem Blog stellt ihr einen Text zum Begriff der gesellschaftlichen Totalität und zum Positivismusstreit zur Diskussion. Was hat das mit Kunst zu tun?
 
Zunächst sind wir da wieder beim Theorie und Praxis Verhältnis. In dem Text geht es schließlich um eine sozialwissenschaftlich Methode, die Adorno während des Positivismusstreits Popper entgegengehalten hat. Kurz zusammengefasst bestand diese aus der Untersuchung der Funktion bzw. Funktionsweise von bestimmten Einzelphänomenen innerhalb der kapitalistischen Gesellschaft. Was das letztendlich bedeutet ist nicht anderes, als die notwendige Kritik der gesamten Gesellschaft während der Untersuchung von einzelnen Gegenständen innerhalb dieser – was für ein subversives Moment!

In der Tat, auf den ersten Blick hat unser Beitrag nicht viel mit Kunst zu tun. Dieses Missverständnis ist unsere eigene Schuld, da wir nirgends einen Hinweis eingebaut haben, dass es sich hierbei um einen Vorbereitungstext handelt. Wir schreiben gerade am Nachfolgeartikel, in dem es um die Werkanalyse von Peter Bürger geht. Dabei macht er letztlich nichts anderes, als die Kombination von Adornos ideologiekritischer Methode mit Freuds Dreiinstanzenmodell. Wendet man seine Methode auf ein beliebiges Werk an, so lässt es sich nach dem Verhältnis des Werks gegenüber der Gesellschaft untersuchen.
Anders ausgedrückt: Die Kunst vermag das Allgemeine im Einzelnen festzuhalten. Sind die gegebenen Produktionsverhältnisse der Bezugsrahmen einer Werkanalyse, so lässt sich herausarbeiten, ob ein Kunstwerk sich innerhalb der Gesellschaft sich dieser gegenüber kritisch oder affirmativ verhält.

Vielen Dank für das Gespräch.

Die Fragen stellte Lukas vom Bildungskollektiv. Weitere Informationen zum „Brimboria Kongress – Die subversive Strategie des Fake“ sind zu finden unter: http://www.brimboria-kongress.net/

  1. Siehe: Einmischung per Technik, state of the art: „Graffiti Research Lab“ [zurück]